Veränderung

 

Veränderung bzw. Unbeständigkeit ist ein (letztlich schöpferisches) Naturgesetz, ein universelles Prinzip, dem alles in dieser Welt (also auch jeder Mensch und alles in unserem Leben) unterliegt. Die Ergebnisse dieses stetigen Wandels (der häufig ignoriert wird und sich dann unter der Oberfläche des Bewusstseins vollzieht) mögen uns mal Freude bereiten und ein anderes Mal in eine Krise stürzen. Die Herausforderung, oder besser, die Lebenskunst besteht darin, zu lernen, wie wir dieses Prinzip, dass ja ohnehin auch ohne unser Zutun wirkt, für uns arbeiten lassen können.

 

Meinen Erfahrungen & Beobachtungen nach, kann erwünschte bzw. angestrebte Veränderung kaum durch magische Tricks urplötzlich herbeigezaubert werden (auch wenn viele Methoden, Techniken und Praktiken diesen Eindruck gerne vermitteln) – was allerdings nicht bedeutet, dass sie nicht dennoch spontan eintreten kann, wenn ausreichende & begünstigende Faktoren beginnen, zusammen zu wirken. So wie aus einem Brachland nicht über Nacht ein vielfältig blühender Garten wird.

 

Die gute Nachricht ist: Wenn wir herausfinden, welche begünstigenden Rahmenbedingungen das gewünschte bzw. angestrebte Ergebnis oder Ziel der Veränderung benötigt, dann können wir beginnen, diese Faktoren und Rahmenbedingungen bewusst zu schaffen bzw. zu gestalten. Die gewünschte Veränderung wird somit „eingeladen“ und beginnt unmittelbar sich zu vollziehen und in unserer Realität zu manifestieren. Um das vorangegangene Beispiel weiter auszuführen: Möchten wir das Brachland in einen vielfältig blühenden Garten verwandeln, so finden wir zuerst heraus, welches die Eigenschaften und Bedürfnisse eines solchen Gartens sind. Wir lernen z.B., dass es einen fruchtbaren Boden und Wasser braucht, welche Pflanzen gut in das entsprechende Klima und gut zueinander passen usw. (Nicht selten ergeben sich in diesem Prozess auch wirksame Erkenntnisse dazu, welche Faktoren dazu beigetragen haben, dass das Brachland zum Brachland wurde.) Dann beginnen wir diese Faktoren gezielt und (krea-)aktiv zu gestalten. Unmittelbar werden wir beobachten können, dass das Land beginnt sich zu verändern, ...sich schrittweise in den gewünschten Garten zu verwandeln.

 

Das Brachland aus diesem Beispiel steht entsprechend symbolisch für (z.B.) ein bestimmtes Thema, ein Ziel, einen bestimmten Lebensbereich, eine konkrete Frage oder Krise, oder gar für ein momentan nicht näher definierbares Ungleichgewicht im Leben.